Verantwortung beim BVB:


Gemeinschaft stärken


Zukunft gestalten

Gemeinschaft stärken

Zukunft gestalten

Verantwortung beim BVB:

Spieltag ist

Feiertag

Unser Plan vom Spiel

Nachhaltige Entwicklung des BVB

Vorwort

Borussia Dortmund verbindet.
Gestern, heute, morgen.

Liebe Leserin, lieber Leser,

der BVB verbindet – das war so, ist so und soll so bleiben. Dafür arbeiten wir mit ganzer Kraft und sehen in vielen Themenfeldern eine dynamische Entwicklung. Der vorliegende Bericht dokumentiert den Status und die Fortschritte in unseren sportlichen, wirtschaftlichen, sozialen und auch ökologischen Feldern. Er eröffnet einen ganzheitlichen Blick über unser Wirken in diesen Bereichen und zeigt viele Zusammenhänge auf.

Beginnen wir mit dem Sport, so können wir heute feststellen, dass der BVB die Herzen seiner Fans zurückerobert hat! Die Art und Weise, wie unser Team die Saison 2018/2019 bestritten hat, hob sich wohltuend von der vorangegangenen ab und konnte begeistern. Mentalität, Spielgestaltung und Kreativität unserer Mannschaft trugen dazu bei, dass die Fans das Team am letzten Spieltag zu Recht für eine hervorragende Saisonleistung und die Vizemeisterschaft feierten.

In der kommenden Saison werden wir ambitionierter auftreten und versuchen, um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen. Zum einen, weil der erste Schritt des sportlichen Umbruchs bereits erfreuliche Ergebnisse gezeitigt hat. Zum anderen, weil wir den nächsten Schritt in der aktuellen Sommertransferperiode nicht zögerlich gegangen sind: Ist doch ein dreistelliger Millionenbetrag als Investition in den Kader wieder beachtlich und dabei wirtschaftlich vernünftig unterlegt.

Wie wichtig uns das Morgen ist, können Sie aus den kontinuierlichen Erfolgen unseres Nachwuchsleistungszentrums ablesen, das auch dieses Jahr wieder den Deutschen U19-Meister hervorbrachte und mit der U17 nur knapp im Finale unterlag. Darüber hinaus erweitern wir bis 2021 das BVB-Trainingsgelände mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro, um auch weiterhin sportliche und betreuerische Arbeit auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Es erfordert eine wirtschaftlich gesunde und zukunftsorientierte Basis, um diese langfristig ausgerichteten Maßnahmen zu ermöglichen.

Der BVB ist personell schon heute auf das Morgen vorbereitet. Ein Team aus dynamischen und hochkompetenten Mitarbeitern und Führungspersönlichkeiten ist für die kommenden Herausforderungen bestens gerüstet. Eine fundierte Wachstumsstrategie ist erarbeitet, die bis 2025 einen Umsatz von 500 Millionen Euro ohne Transfers ermöglichen soll – Grundlage für unsere sportliche Wettbewerbsfähigkeit. Treiber sollen das Sponsoring, die Internationalisierung und die Digitalisierung sein.

Beim Streben nach wirtschaftlichen Höchstleistungen ist es uns besonders wichtig, unsere Basis nicht aus den Augen zu verlieren. Wir müssen ein feines Gespür dafür haben, wann die Grenzen der Kommerzialisierung erreicht sind. Der BVB wendet sich explizit gegen Ticketpreiserhöhungen über die Inflationsrate hinaus und ist sich der gesellschaftspolitischen Dimension seines Handelns sehr bewusst.

Unsere Arbeit ist dabei nicht nur Reaktion auf vielschichtige gesellschaftliche Probleme. Der BVB mit all seinen Fans, Partnern und Mitarbeitern hat eine Haltung entwickelt, die die Strahlkraft und Beliebtheit des Klubs nutzt, um sich nachhaltig für unsere Gesellschaft zu engagieren.

Vor mehr als sechs Jahren hat der BVB sich entschieden, die Arbeit gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung sowie für eine bewusste Erinnerungskultur beständig zu gestalten. Denn sowohl mit unserer eigenen Vergangenheit, in der sich auch BVB-Offizielle den nationalsozialistischen Machthabern andienten, als auch mit den heute aktuellen Herausforderungen eines rechtsextremistischen Potenzials in Dortmund fühlen wir uns verpflichtet, einen Beitrag gegen jede Form der Diskriminierung zu leisten. Wir wollen unser demokratisches Zusammenleben fördern und verteidigen.

Unsere Israel-Reise im Frühjahr 2019 stellte dazu einen Höhepunkt dar, weil unser breit gefächertes Engagement eine besondere Würdigung erfuhr. Eine BVB-Delegation durfte sowohl beim Holocaust-Gedenktag in Israel als auch bei der Grundsteinlegung des neuen „Hauses der Sammlungen“ von Yad Vashem zugegen sein.

Mit der Planung eines BVB-Fan- und Jugendhauses in Dortmund wollen wir dem gesellschaftlichen Engagement und den Themen von Gestern, Heute und Morgen ein Zuhause geben.

Nicht zuletzt sind es auch Themen mit ökologischer Relevanz, denen wir uns stellen müssen und auch wollen. Sei es die Lösung zum Mehrwegbecher, die wir mit Experten erarbeitet haben. Oder seien es Themen der Mobilität, Ressourcenverwendung und des Klimaschutzes. Wir sind froh, nicht erst durch die „Fridays for Future“-Bewegung auf wichtige Zukunftsthemen aufmerksam gemacht worden zu sein.

Unser Austausch mit unseren unterschiedlichsten Anspruchsgruppen war und ist hierzu sehr hilfreich. Wir haben uns selbst einen ersten dreijährigen Planungs- und Realisierungshorizont gesetzt, um die nachhaltige Entwicklung des BVB ganzheitlich weiter voranzutreiben.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre Kommentare und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre unserer Nachhaltigkeitsberichte.

Hans-Joachim Watzke
Vorsitzender der Geschäfts­führung

Thomas Treß
Geschäfts­führer

Carsten Cramer
Geschäfts­führer

 

Stakeholder Dialog

Unser Stakeholder-Dialog

Der BVB berührt die Interessen vieler Menschen. Deshalb ist für uns der Austausch mit unseren Anspruchsgruppen – auch Stakeholder genannt – sehr wichtig. Unser Ziel ist es, die unterschiedlichen Interessen möglichst in Einklang zu bringen, Vertrauen weiter aufzubauen und langfristig zu erhalten. Im Dialog mit unseren verschiedenen Stakeholdern machen wir unsere Entscheidungen und unser Handeln sowie deren Auswirkungen transparent, um im Austausch Rückmeldungen für unsere Weiterentwicklung zu erhalten.

Unsere Stakeholder

Borussia Dortmund ist umgeben von Teilhabern, Betroffenen und Interessierten, die in Wechselwirkung zueinander stehen und in beträchtlichem Maße von den Auswirkungen der Aktivitäten der Borussia beeinflusst werden. Im Umkehrschluss nehmen diese Stakeholder, je nach Intensität der Beziehung, Einfluss auf Entscheidungen des BVB. Dies betrifft damit im Kern nicht nur Fans, Mitglieder und Mitarbeiter, sondern auch Sponsoren, Lieferanten, Behörden, Verbände und die Medien, aber auch die direkten Anlieger, die Stadt Dortmund und die weitere Region, die Ansprüche oder Erwartungen an den BVB haben oder durch ihn beeinflusst werden. Als börsennotiertes Unternehmen sind zudem die Ziele, Bedürfnisse und Interessen unserer Aktionäre zu berücksichtigen.

 

Strukturierter Dialog

Wir stehen mit all diesen Gruppen fortlaufend in Kontakt und nutzen dafür unterschiedliche Formate: Wir führen Stakeholder-Befragungen durch, veranstalten themenspezifische Dialoge und tauschen uns in Gesprächs- und Informationsforen oder im Zuge unserer Verbandsarbeit aus. Regelmäßig finden Pressekonferenzen statt. Darüber hinaus stehen wir in einem kontinuierlichen Austausch mit der Stadt Dortmund und der Region sowie den entsprechenden Organen.

Ebenfalls tauschen wir uns mit unseren Mitarbeitern, unseren Fans, den Besuchern des SIGNAL IDUNA PARK und unseren Geschäftspartnern regelmäßig aus. Wir möchten wissen, welche Themen sie gegenwärtig und zukünftig für den BVB als relevant erachten, wie sie unsere Leistung bei den einzelnen Themen bewerten und welche Ansprüche sie an uns stellen.

Mit der Fandelegierten-Versammlung, die zweimal jährlich tagt, und dem Fanrat, der sich regelmäßig trifft, haben wir Gremien eingerichtet, die eine andauernde Kommunikation mit unseren unterschiedlichen Fangruppen ermöglichen.
Mit den Sicherheitsorganen Deutsches Rotes Kreuz, Polizei, Feuerwehr und den entsprechenden Organen der Stadt und der Region stehen wir im Rahmen der Spieltagplanung in einem intensiven Kontakt. Darüber hinaus ist der BVB eng in die Gremienarbeit des DFB und der DFL eingebunden und sitzt derzeit der Vereinigung der deutschen Stadionbetreiber vor.

Fanrat 12. Juni 2019

Fandelegierten-Versammlung

Wesentlichkeit

Unsere wesentlichen Themen

Borussia Dortmund ist mit einer ganzen Reihe von Themen konfrontiert, die erhebliche ökonomische, ökologische und/oder soziale Auswirkungen haben bzw. die die Beurteilungen und Entscheidungen unserer Stakeholder erheblich beeinflussen und damit als wesentlich anzusehen sind. Diese Themen hat der BVB strukturiert erfasst und hinsichtlich der Erheblichkeit ihrer Auswirkungen bzw. ihrer Entscheidungsrelevanz für unsere Stakeholder bewertet.

Bezugsrahmen

Bei der Auswahl der Inhalte unserer Nachhaltigkeitsberichte folgen wir den Prinzipien der Vollständigkeit, der Wesentlichkeit und der Einbeziehung von Stakeholdern und orientieren uns an den aktuellen, international anerkannten Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung der „Global Reporting Initiative“ (GRI). Unsere Berichte werden in Übereinstimmung mit den „GRI Standards 2016: Option Kern“ erstellt.

Auch wenn die GRI-Standards für alle Organisationen unabhängig von Branche oder Standort verfasst wurden, nimmt der Profifußball ein sehr spezielles Feld ein und unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von klassischen Wirtschaftsbetrieben. Um dem Rechnung zu tragen, wurde die Systematik von GRI durch ein weiteres Feld „Sportliche Entwicklung“ und die sozialen Themen um den Themenkreis „Fans, Mitglieder und Gesellschaft“ ergänzt. Alle Inhalte beziehen sich im Kern auf den Konzern Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Ausgenommen davon sind Angaben über die Mitglieder des Vereins, da diese im BV. Borussia 09 e.V. Dortmund organisiert sind. Ebenso ist die gemeinnützige Stiftung „leuchte auf“ eine eigenständige Organisation.

Wesentlichkeit

Welche Themen sind für uns aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus für unseren langfristigen Erfolg von besonderer Bedeutung? Welche sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen haben unsere Aktivitäten und welche Erwartungen haben diesbezüglich unsere Stakeholder an den BVB? Um Antworten auf diese Fragen zu geben, haben wir 2017 begonnen, uns strukturiert mit den entsprechenden Themen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsthemen gemäß ihrer Bedeutung für den BVB hinsichtlich ihrer Auswirkungen unter Einbeziehung unserer Stakeholder zu erfassen, zu gewichten und in unserer Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen. Dafür wurde Anfang 2017 zunächst intern eine Sammlung von Aspekten erstellt, die in größere Themenfelder zusammengefasst und gebündelt sowie in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum evaluiert wurden. Darauf aufbauend wurden die wesentlichen Themenfelder bzw. Aspekte herausgearbeitet, die dann in einem strukturierten und durch externe Fachleute begleiteten Stakeholder-Dialog im Rahmen von Workshops, Interviews und mittels Fragebögen 2018 überprüft und präzisiert wurden.

Im Rahmen des jährlichen Reviews wurden diese Themen Anfang 2019 auf Vollständigkeit und die Einschätzung der Auswirkungen geprüft und entsprechend den hinzugewonnenen Erkenntnissen angepasst. Der diesjährige Review erfolgte durch den internen Arbeitskreis Nachhaltigkeit, in dem alle relevanten Unternehmensbereiche vertreten sind, sowie mittels eines Workshops mit dem Fanrat. Aufgrund der erhaltenen Kommentare und Anregungen wurden im Verhältnis zum letztjährigen Bericht aus der Saison 2017/2018 folgende Anpassungen an die Begrifflichkeiten und Zuordnungen gemacht:

Die Bezeichnung der X-Achse der Wesentlichkeitsmatrix wurde entsprechend der aktuellen Übersetzung des GRI-101 „Foundation“ Standard (2016) auf „Erheblichkeit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen“ angepasst.

Wesentlichkeitsmatrix

Die 25 als wesentlich identifizierten Themen werden in der nachstehenden Grafik dargestellt.

 

 

Das Thema „Vielfalt und Antidiskriminierung“ wurde aus dem Thema „Fangemeinschaft und Fanverhalten“ als eigenständiges Thema ausgegliedert. Gründe sind die Bedeutung der Themeninhalte – u. a. 1 Million Euro Spende für Yad Vashem – und die Schaffung einer eigenen Abteilung „Vielfalt und Antidiskriminierung, Fan- und Jugendhaus“. Die Aufsplittung reflektiert die Tatsache, dass der BVB die Themen inzwischen differenzierter managt. Die Erheblichkeit der Auswirkungen wurde für beide separate Themen unverändert hoch bewertet.

Damit verbunden ist die erweiterte Bezeichnung des Handlungsfeldes von „Fans und Mitglieder“ in „Fans, Mitglieder und Gesellschaft“.

Das Thema „Unsere ökonomische Leistung“ ist in der Einschätzung der Erheblichkeit der Auswirkungen angehoben worden. Die Anhebung reflektiert die Tatsache, dass der BVB im Berichtszeitraum an einer Wachstumsstrategie gearbeitet hat.

Für das Thema „Regeltreue und Risikomanagement“ wurden aufgrund der zunehmenden Bedeutung für den Profifußball und der Kommentare aus dem Fanrat – u. a. zur aktuellen Diskussionen um Financial Fairplay – sowohl die Auswirkungen als auch der Einfluss auf die Stakeholder angehoben.

Die Erheblichkeit der Auswirkungen des Themas „Nachwuchsförderung“ wurde angehoben. Gründe sind die fortschreitende Umsetzung der entwickelten Konzepte mit der geplanten Investition in das Nachwuchsleistungszentrum und die Stärkung des Übergangsbereichs der Altersklassen U17 bis U23.

Die Erheblichkeit der Auswirkung des Themas „Energie und Klimaschutz“ wurde angehoben mit der Begründung der im Berichtszeitraum getroffenen Entscheidung, ein Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 einzuführen.

Als Ergebnis wurden 25 Themen definiert, die als wesentlich eingestuft werden, da sie die erheblichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen des BVB aufzeigen oder die Beurteilungen und Entscheidungen unserer Stakeholder erheblich beeinflussen. Bei der Definition der wesentlichen Themen wurden die folgenden Faktoren berücksichtigt:

Geschäftsmodell, Strategie und wesentliche Risiken: Berücksichtigt wurden die zentralen Werte, Richtlinien und Strategien, die Ziele und Vorgaben des BVB, die betrieblichen Managementsysteme, die Wertschöpfungskette und die wesentlichen Risiken.

Wichtige sektorspezifische Aspekte: Die Hauptthemen und zukünftigen Branchenanforderungen wurden durch Interviews mit den Führungskräften und den Fachkräften des BVB ermittelt.

Interessen und Erwartungen relevanter Stakeholder: Die Interessen und Erwartungen der Stakeholder, die in den BVB investiert haben, wurden durch die Befragung der Mitglieder des Aufsichtsrates und von Sponsorenvertretern ermittelt. Die ökonomischen, sozialen und/oder ökologischen Interessen und Erwartungen der weiteren durch den BVB betroffenen Stakeholder wurden durch die Einbindung der Fans, Organe, den Verband und Vertreter des Vereins in den Dialog ermittelt.

Auswirkung der Tätigkeiten: Die Beurteilung der ökonomischen, ökologischen und/oder sozialen Auswirkungen sowie der Konsequenzen für den BVB, die sich auf die ökonomischen, ökologischen und/oder sozialen Auswirkungen beziehen, wie z. B. Risiken für das Geschäftsmodell oder die Reputation, wurden auf der Basis einer Einschätzung für einen Dreijahreshorizont getroffen.

Politische und regulatorische Einflussfaktoren: Die maßgeblichen Gesetze, Richtlinien, internationalen oder freiwilligen Vereinbarungen und Vorgaben des DFB/der DFL mit strategischer Bedeutung für den BVB und seine Stakeholder wurden berücksichtigt.

Nachhaltige Entwicklung

Zukunft gestalten: unsere nachhaltige Entwicklung

Starke Basis und organisatorischer Impuls

„Wir sind eine starke Marke“, stellte der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke anlässlich der Bilanzpressekonferenz 2019 klar. Er bekräftigte noch einmal das große Ziel der GmbH & Co. KGaA: Bis zum Jahr 2025 will der Klub seinen Umsatz auf 500 Millionen Euro steigern, ohne dabei die Erlöse aus Transfers hinzuzurechnen. Auf der Basis dieses sportlichen sowie ökonomischen Erfolges will der BVB seine eng mit Dortmund und dem Ruhrgebiet verbundene Verantwortung gerade auch im Bereich der nachhaltigen Entwicklung des Klubs wahrnehmen.

Wir haben im Sommer 2019 den Bereich Corporate Responsibility als eigene Abteilung gegründet und wollen dort alle sozialen, gesellschaftlichen und ökologischen Themen der Nachhaltigkeit abbilden. Dazu gehören sowohl die BVB-Stiftung „leuchte auf“, die wir dort ansiedeln werden, als auch das Projekt Bau des Fan- und Jugendhauses sowie das Thema Vielfalt und Antidiskriminierung.

Die organisatorische Neuentwicklung basiert auf der kontinuierlichen und systematischen Weiterentwicklung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zu unseren 25 wesentlichen Themen der Nachhaltigkeit, die wir nach einem intensiven, internen und externen Dialogprozess wie zuvor dargelegt definiert haben.

Prozess

Borussia Dortmund steht für Intensität, Echtheit, Bindungskraft und Ambition und alles bei uns ist von einer intensiven Wirkung gekennzeichnet.

Daher haben wir uns und jedem unserer Fans gegenüber versprochen, bedingungslosen Einsatz zu bringen, mit leidenschaftlicher Besessenheit und Zielstrebigkeit. Es gilt, jeden zu unterstützen, sich helfen zu lassen und unsere Qualität zu 100 % in den Dienst der Mannschaft zu stellen.

Das heißt für jeden beim BVB, Verantwortung zu übernehmen und dies betrifft auch und vor allem unsere nachhaltige Entwicklung. Dafür haben wir sechs konkrete Arbeitsschwerpunkte gebildet, um unsere Zukunft strukturiert erfolgreich zu gestalten. Die komplexen Zusammenhänge zwischen den für uns wesentlichen Themen und unseren Arbeitsschwerpunkten zeigt die Grafik oben: Alles ist mit allem verknüpft.

Dreijahresplan

Intern haben wir uns im Frühjahr 2019 für einen strukturierten Planungsprozess entschieden, den wir zunächst für drei Jahre mit konkreten Meilensteinen versehen haben. Dies betrifft vier Aktionsebenen, die wir stets integriert miteinander verfolgen werden:

Die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensziele im Zusammenhang mit unserer nachhaltigen Entwicklung.
Hiermit verbunden ist die Konkretisierung der Managementansätze zu unseren 25 wesentlichen Themen mit qualitativen sowie quantitativen Zielen. Weiterhin werden wir eine effiziente Maßnahmenplanung auf der Basis von konkreten und valide messbaren Kennzahlen initiieren. Dabei werden wir die wichtige Verbindung zum Risikomanagement fokussiert auf die ganzheitlichen Unternehmensaspekte weiterverfolgen.

Der kontinuierliche Dialog mit unseren internen sowie externen Anspruchsgruppen.
Den begonnenen Dialogprozess mit unseren Anspruchsgruppen werden wir fortsetzen und ausbauen. Wichtige Impulse erhoffen wir uns sowohl von unseren Partnern in der Lieferkette als auch von unseren langjährigen Sponsoren, die ebenfalls bereits Anstrengungen zu Nachhaltigkeitsbelangen unternommen haben. Der intern gegründete Arbeitskreis Nachhaltigkeit setzt sich aus verschiedenen Fachbereichen zusammen und hat unsere Entwicklung bereits in starkem Maße inhaltlich vorangetrieben. Dieser kontinuierliche Austausch zwischen neu gegründeter Fachabteilung und den Unternehmensfunktionen ist uns sehr wichtig.

Die konkrete und praxisorientiere Umsetzung von Maßnahmen in den beschriebenen Arbeitsschwerpunkten.
Im Kapitel „Gemeinsam verantwortlich handeln“ stellen wir die Maßnahmen in den sechs definierten Feldern der Saison 2018/2019 dar. Aus der weiter unten beschrieben SWOT-Analyse, die wir im Sommer 2019 intern durchgeführt haben, werden sich weitere Planungen zu sinnvollen Maßnahmen ergeben. Diese werden wir im nächsten Schritt im Arbeitskreis diskutieren und im nächsten Bericht vorstellen.

Die kommunikative Begleitung unserer Entwicklung im Sinne einer transparenten und echten Kommunikation mit unseren Mitarbeitern, Fans und externen Stakeholdern. Dazu gehören natürlich der jährliche Nachhaltigkeitsbericht, aber zunehmend auch der interne Austausch und eine lebendige Online-Präsenz zu aktuellen Themen.

Evaluierung

Im Rahmen unserer jährlichen Berichterstattung evaluieren wir regelmäßig unsere  beschriebenen Managementansätze zu den wesentlichen Themen und passen diese entsprechend an bzw. schreiben sie fort. Durch die zunehmende Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen und der Erhebung der jeweiligen Leistungsindikatoren entsteht so ein System der laufenden Rückkopplung auch mit unseren Stakeholdern. Das versetzt uns in die Lage, unsere Leistungen im Vergleich zu den gesetzten Zielen transparent zu kommunizieren, einschließlich der gemachten Fortschritte und möglicher Defizite.

Damit haben wir für uns die Rahmenbedingungen gesetzt, um erfolgreich die sich aus der Auseinandersetzung mit den für uns wesentlichen Themen ergebenden Chancen wahrzunehmen und entsprechende Risiken frühzeitig zu erkennen – ein wichtiger Schritt auf unserem Weg.

Chancen, Risiken – Stärken, Schwächen

Intern haben wir in Arbeitskreisen zunächst die Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen unter Berücksichtigung der aktuellen Risikoinventur ganzheitlich diskutiert. Aus der Sammlung der Aspekte formulieren wir dann entsprechende Aufträge, die in konkrete Maßnahmenvorschläge in Abstimmung mit den Fachbereichen und der Geschäftsführung münden. Der Prozess ist begonnen, sodass wir im nächsten Bericht Ergebnisse veröffentlichen wollen.

Konkret werden!

Aktuelles aus unseren 6 Arbeitsschwerpunkten