Verantwortung beim BVB:


Borussia verbindet.


Borussia packt an.

Borussia verbindet.

Borussia packt an.

Verantwortung beim BVB:

Spieltag ist

Feiertag

Unser Plan vom Spiel

Nachhaltige Entwicklung des BVB

Vorwort

„Der BVB wird jede Krise meistern”

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem zuversichtlichen Zitat unseres Präsidenten Dr. Reinhard Rauball blicken wir zu Beginn des vorliegenden Berichtes der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA auf die vor uns liegenden Herausforderungen und vergessen dabei nicht, die zurückliegende Saison zu betrachten.

War schon die Rückrunde der Saison 2019/2020 vom coronabedingten Sonderspielbetrieb geprägt, so hat die Pandemie unser gesamtgesellschaftliches Geschehen in zwei weiteren Wellen dominiert und unser aller Leben verändert. Das Bedürfnis nach Bewegung und die Begeisterung für Sport und Fußball bestehen trotz allem weiter fort. Die Liebe der Menschen zu ihren Fußballvereinen ist intakt, und die Freude am Fußball – ob im Verein an der Ecke oder beim BVB – ist ungebrochen.

Unter den vielen wesentlichen Veränderungen, die uns in der Spielzeit 2020/2021 erstmals begegneten, bleibt eine besonders einschneidend: Borussia Dortmund fehlten die Fans! Spieltage waren keine Feiertage, das schmerzt bis heute. Die anfängliche Hoffnung auf zumindest in Teilen gefüllte Stadien war ein nur kurzes Aufflackern. Der Herbst mit steigenden Inzidenzen bedeutete das Ende für alle bereits aufwändig vorbereiteten Pläne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die weitere Fanunterstützung im Stadion. Wir bedanken uns ganz besonders für den flexiblen Einsatz unseres gesamten Teams, das immerhin zwei Heimspieltage mit bis zu 11.500 Fans ermöglichte, die reibungslos und sicher in Dortmund stattgefunden haben.

Und so ist es aus unserer Sicht eine hervorragende Investition in die Zukunft, dass wir trotz der pandemiebedingten finanziellen Belastung an unserem Team festgehalten haben und bis heute ohne Kurzarbeit ausgekommen sind. Die Fülle an neuen Ideen, der gewachsene Zusammenhalt intern und mit unseren Partnern sowie die bewiesene Anpassungsfähigkeit sind ein besonderes Zukunftskapital für den BVB.

Sportlich haben wir eine sehr wechselhafte Saison durchlebt. Wir sind gefallen und wieder aufgestanden, haben gekämpft und sind belohnt worden. Die Trennung von Lucien Favre hat geschmerzt, Edin Terzic hat der Mannschaft neuen Halt gegeben, nun schauen wir gemeinsam in eine positive Zukunft mit Cheftrainer Marco Rose. Edin Terzic sind wir zu großem Dank verpflichtet. Wir freuen uns über den gewonnenen DFB-Pokal und das Erreichen der Champions League. Für den BVB und unsere Anhängerschaft sind das die herausragenden sportlichen Erfolge der Saison.

Der Aufstieg unserer U23 unter der Leitung von Enrico Maaßen stellt einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt in unserem sportlichen Gesamtkonzept dar. Damit bieten wir unseren jungen Talenten mit dem Wettbewerb im Profibereich noch mehr Qualität auf ihrem Weg in den Spitzenfußball. Der BVB festigt damit seinen exzellenten Ruf, zu den ersten Adressen Europas für zukünftige Top-Leistungsträger zu gehören.

Der BVB ist Leidenschaft und Tradition. Deshalb geht unser Dank auch an Łukasz Piszczek, der nach elf Jahren unermüdlichen Engagements in schwarzgelb für bewegende Momente beim Pokalsieg in Berlin gesorgt hat, die wir alle – auch über Dortmunds Grenzen hinaus – am Fußball lieben. Unser Bild des Jahres krönt den Titel dieses Berichts. Danke, Łukasz!

Der Einsatz für gesellschaftlich relevante Themen und das Einstehen für die eigenen Werte begleiten den BVB seit seiner Gründung. Auch in diesem Bericht können wir als Geschäftsleitung mit Überzeugung von den Leistungen des BVB berichten, die vom Engagement und der zupackenden Art seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von vielfältigem Fanengagement geprägt sind.

Die Arbeit am Fortschritt des BVB trotz Krise ist der wesentliche Inhalt unseres fünften Nachhaltigkeitsberichts. Der BVB versteht seine nachhaltige Entwicklung ganzheitlich und hat hierzu sieben Schwerpunkte gebildet, in denen an den wesentlichen Themen gearbeitet wird. Wir haben fünf übergeordnete Grundsätze formuliert, die uns als Leitplanken dienen. Es ist nur konsequent, dass neue Erkenntnisse Ansichten verändern und unsere Ziele neu justieren.

So sind wir froh, dass wir als Teilnehmer des UN Global Compact in Deutschland und auch international dazu beitragen können, die dringend notwendige Transformation unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns zu unterstützen. Es gibt nur einen Planeten, auf dem wir Fußball spielen können. Der BVB wird deshalb seine Strahlkraft auch zum Erreichen der international vereinbarten Nachhaltigkeitsziele einsetzen. Damit verbunden ist eine Vorbildfunktion, die zum Umdenken in vielen Bereichen unseres täglichen uns auffordert und zur Auseinandersetzung mit vorhandenen Widersprüchen zwingt. Sind wir Vorbild? Wir wollen es sein und werden uns anstrengen.

So wie wir mit einem Zitat von Dr. Reinhard Rauball begonnen haben, wünschen wir nun viel Freude beim Lesen des vorliegenden Berichts und schließen uns seinen Worten an:

„Ich bin dankbar für die Verantwortung, die Borussia Dortmund abseits des Platzes in der Krise übernommen hat. Man kann stolz sein, ein Teil der BVB-Familie zu sein.“

Hans-Joachim Watzke
Vorsitzender der Geschäfts­führung

Thomas Treß
Geschäfts­führer

Carsten Cramer
Geschäfts­führer

 

Stakeholder Dialog

Unser Stakeholder-Dialog

Der BVB berührt die Interessen vieler Menschen. Deshalb ist für uns der Austausch mit unseren Anspruchsgruppen – auch Stakeholder genannt – sehr wichtig. Unser Ziel ist es, die unterschiedlichen Interessen möglichst in Einklang zu bringen, gegenseitiges Vertrauen zu stärken und langfristig zu erhalten. Im Dialog mit unseren verschiedenen Stakeholdern machen wir unsere Entscheidungen und unser Handeln sowie die daraus resultierenden Auswirkungen transparent, um im Austausch Rückmeldungen für unsere Weiterentwicklung zu erhalten.

Unsere Stakeholder

Borussia Dortmund ist umgeben von Teilhabern, Betroffenen und Interessierten, die in Wechselwirkung zueinander stehen und in beträchtlichem Maße von den Auswirkungen der Aktivitäten des BVB beeinflusst werden. Im Umkehrschluss nehmen diese Stakeholder, je nach Intensität der Beziehung, Einfluss auf Entscheidungen des BVB. Dies betrifft damit im Kern nicht nur Fans, Mitglieder und Mitarbeiter*innen, sondern auch Sponsoren, Lieferanten, Behörden, Verbände und die Medien, aber auch die direkten Anlieger, die Stadt Dortmund und die weitere Region, welche Ansprüche oder Erwartungen an den BVB haben oder durch ihn beeinflusst werden. Als börsennotiertes Unternehmen sind zudem die Ziele, Bedürfnisse und Interessen unserer Aktionäre zu berücksichtigen.

 

Strukturierter Dialog

Mit all diesen Gruppen stehen wir fortlaufend in intensiven Gesprächen, um zu verstehen, welche Themen sie gegenwärtig und zukünftig für den BVB als relevant erachten, wie sie unsere Leistung bei den einzelnen Themen bewerten und welche Ansprüche sie an uns stellen. Mit der Fandelegierten-Versammlung, die in der Regel zweimal jährlich tagt, und dem Fanrat, der sich regelmäßig trifft, wurden Plattformen etabliert, die die Kommunikation mit unseren unterschiedlichen Fangruppen strukturell institutionalisieren.

Durch die Pandemie bedingt, wurden diese etablierten Formate wie bereits in der Saison zuvor digital weitergeführt. Die acht Sitzungen des Fanrates wurden per Web-Konferenz durchgeführt und weitergehende, themenspezifische Dialoge online organisiert. Als weiteres Format wurde der BVB-Fan-Podcast unter dem Namen „Vonne Süd“ werbefrei neu aufgelegt, um vor allem fankulturelle und fanpolitische Themen zu thematisieren. Die Pressekonferenzen fanden als Livestream statt, in denen schriftlich gestellte Fragen der Medien beantwortet wurden.

Auch der direkte Austausch mit unseren Mitarbeiter*innen, Fans und Geschäftspartnern wurde intensiv gepflegt. So haben wir jeden unserer Fanklubs telefonisch kontaktiert oder „digitale Fanklub-Besuche“ durchgeführt.

Unsere Fanbeauftragten waren für Fans auch am mobilen Arbeitsplatz erreichbar. Der Dialog mit unseren Sponsoren wurde ebenfalls umfangreich fortgeführt und eine Vielzahl von Solidaritätsmaßnahmen organisiert.

Darüber hinaus hat sich der BVB konstruktiv in die Arbeit der DFL Taskforce „Zukunft Profifußball“ eingebracht, deren Ergebnisbericht medial und in vielen Foren hohe Beachtung gefunden hat.

Der kontinuierliche Austausch mit der Stadt Dortmund und der Region sowie den Sicherheitsorganen Deutsches Rotes Kreuz, Polizei, Feuerwehr und den weiteren entsprechenden Organen wurde fortgeführt. Aufgrund des Pandemieverlaufs musste die geplante Einbindung weiterer Stakeholder wie Lieferanten, Sponsoren und Anwohner für den nächsten Vertiefungsschritt erneut verschoben.

Fan-Podcast „Vonne Süd“

Workshop mit Mitarbeiter*innen aus dem Merchandising

Wesentlichkeit

Unsere wesentlichen Themen

Der BVB hat die Themen identifiziert, die erhebliche ökonomische, ökologische und/oder soziale Auswirkungen haben bzw. die die Beurteilungen und Entscheidungen unserer Stakeholder erheblich beeinflussen und damit als wesentlich anzusehen sind. Diese Themen wurden strukturiert erfasst und bewertet.

Bezugsrahmen

Die Auswahl der Inhalte unseres Nachhaltigkeitsberichts folgt den Prinzipien der Vollständigkeit, der Wesentlichkeit und der Einbeziehung von Stakeholdern. Wir orientieren uns an den aktuellen Standards der „Global Reporting Initiative“ (GRI). Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den geltenden „GRI-Standards: Option Kern“ erstellt und umfasst den Berichtszeitraum der Saison 2020/2021, aus der auch alle Kennzahlen – wenn nicht anders gekennzeichnet – abgeleitet worden sind.

Der Profifußball unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von klassischen Wirtschaftsbetrieben. Um dem Rechnung zu tragen, wurde die Systematik von GRI durch weitere Handlungsfelder ergänzt. Wir strukturieren unsere wesentlichen Themen nach sieben Arbeitsschwerpunkten: „Profifußball“, „Dortmunder Jungs“, „Der BVB, seine Fans und die Region“, „Das Stadion und sein Umfeld“, „Ökologische Verantwortung“, „Ganzheitliche Personalentwicklung“ und „Wirtschaftliches Handeln“.

Alle Inhalte beziehen sich im Kern auf den Konzern Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Ausgenommen sind Angaben über die Mitglieder des Vereins, da diese im BV. Borussia 09 e.V. Dortmund organisiert sind, und über die gemeinnützige Stiftung „leuchte auf“, die eine eigenständige Organisation ist.

Wesentlichkeit

Um die Themen zu identifizieren, die aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus für den langfristigen Erfolg von besonderer Bedeutung sind, setzen wir uns seit 2017 strukturiert mit den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der eigenen Aktivitäten und den Erwartungen unserer Stakeholder an den BVB auseinander. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsthemen hinsichtlich ihrer Auswirkungen unter Einbeziehung der Stakeholder zu erfassen, zu gewichten und uns bei unseren Entscheidungen daran zu orientieren.

Die für den BVB wesentlichen Themen wurden 2018 nach den GRI-Anforderungen erfasst und erstmalig bewertet. Im Rahmen des jährlichen Reviews wurden die Themen im Juni 2021 auf Vollständigkeit und hinsichtlich ihrer Auswirkung und der Einschätzung der Stakeholder geprüft und angepasst. Wegen der Covid-19-Pandemie erfolgte der diesjährige Review der Themen erneut durch die Abteilung Corporate Responsibility in Abstimmung mit den jeweiligen Fachverantwortlichen. Auf der Basis der erhaltenen Kommentare und Anregungen wurden im Verhältnis zum Bericht zur Saison 2019/2020 folgende Anpassungen der Begriffe und Einschätzungen vorgenommen:

  • Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen hohen Belastung des Jahresergebnisses des BVB einerseits und der Bedeutung der Sicherung der Arbeitsplätze der Mitarbeiter*innen andererseits wurden die Aspekte des wesentlichen Themas „Beschäftigung“ nochmals etwas höher bewertet. Gleichzeitig wurde es als sinnvoll erachtet, die neutrale Bezeichnung „Beschäftigung“ in „Verantwortlicher Arbeitgeber“ umzubenennen und parallel die Themen „Aus- und Weiterbildung“ sowie „Vielfalt und Chancengleichheit“ darunter zu subsummieren.
  • Ebenfalls zur eindeutigeren Zuordnung von Aspekten und zur besseren Verständlichkeit haben wir die Themen „Wasser und Abwasser“ sowie „Umgang mit Ressourcen“ zu dem Thema „Natur- und Umweltschutz“ zusammengefasst.

Die korrespondierenden GRI-Standards, die schon für den Berichtszeitraum 2019/2020 Anwendung fanden, werden weiterhin berücksichtigt und um das Thema Biodiversität erweitert. Die weiteren 22 als wesentlich identifizierten Themen wurden in ihrer Einschätzung nicht geändert.

Wesentlichkeitsmatrix

Die 22 als wesentlich identifizierten Themen werden in der nachstehenden Grafik dargestellt.

 

 

Nachhaltige Entwicklung

Unsere nachhaltige Entwicklung

 

„Eines unserer wichtigsten Themen“

So würdigte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung, die nachhaltige Entwicklung auf der Bilanzpressekonferenz 2019. Das bedeutet für den BVB, so zu handeln, dass die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken, und dabei die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – wirtschaftlich effizient, sozial gerecht, ökologisch tragfähig – gleichberechtigt zu betrachten. Auf der Basis des sportlichen und ökonomischen Erfolges nimmt der BVB seine eng mit Dortmund und der Region verbundene Verantwortung wahr und erkennt die nachhaltige Entwicklung als ein globales Leitprinzip an.

Zur Koordination des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Umgang mit den für den BVB wesentlichen sozialen, gesellschaftlichen und ökologischen Themen wurde im Sommer 2019 die Abteilung Corporate Responsibility gegründet. Die organisatorische Verankerung des Themas ist ein Ergebnis der systematischen Weiterentwicklung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zu unseren aktuell 22 wesentlichen Themen der Nachhaltigkeit, die wir in einem intensiven Stakeholder-Dialog definiert haben und jährlich einem Review unterziehen.

Diese Entwicklung stellen wir in diesem nunmehr fünften Bericht in jährlicher Folge dar, in den unser erster Fortschrittsbericht (COP – Communication on Progress) entsprechend den Anforderungen des UN Global Compact integriert ist.

Im Frühjahr 2019 haben wir einen strukturierten Planungsprozess mit konkreten Meilensteinen entwickelt. Coronabedingt waren ab Frühjahr 2020 Ressourcen zunächst anders einzusetzen, um den Sonderspielbetrieb zu ermöglichen und durchzuführen. Deshalb konnten nicht alle Schritte wie zuvor geplant durchgeführt werden und die Vergleichbarkeit von Kennzahlen ist unter Coronaeinfluss nur eingeschränkt gegeben. Darüber hinaus hat sich unter den gegebenen Umständen eine Modifikation der geplanten Schritte als sinnvoll erwiesen. Dennoch haben wir aus unserer Sicht erhebliche Fortschritte in den vier Aktionsebenen gemacht, die wir stets integriert miteinander verfolgen und auch fortführen werden:

 

3 Jahre – 4 Aktionsebenen

 

1. Strategische Weiterentwicklung unserer nachhaltigen Entwicklung.

Als Ergebnis des gerade während der Coronakrise intensiv geführten Dialogs mit unseren Stakeholdern und der bereichsübergreifenden Arbeit im Arbeitskreis Nachhaltigkeit (AKN) konnten unter Beteiligung aller verantwortlichen Fachbereiche fünf Grundsätze zur nachhaltigen Entwicklung von Borussia Dortmund formuliert und durch die Geschäftsführung verabschiedet werden. Sie nehmen als übergeordnete Leitplanken des Nachhaltigkeitskontextes Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen.

Wesentliche Themen und Wesentlichkeitsanalyse Verbunden mit den fünf Nachhaltigkeitsgrundsätzen des BVB ist die Konkretisierung der Managementansätze zu unseren aktuell 22 wesentlichen Themen mit qualitativen sowie quantitativen Zielen. Diese 22 wesentlichen Themen sind in einem internen Konsultationsprozess mit den jeweils fachlich Verantwortlichen präzisiert worden. Den Prozess haben wir coronabedingt als Zwischenschritt zur eigentlich geplanten umfassenden Revision und Evaluierung unseres Themenkanons durchgeführt.

 

Unsere nachhaltige Entwicklung

Unsere fünf ganzheitlichen Nachhaltigkeitsgrundsätze

  • Unsere sportliche Entwicklung und das Einstehen für unsere Werte sind die Basis für die Begeisterung und Bindung unserer Fans und Mitarbeiter*innen und somit allen Erfolges.
  • Die Gemeinschaft mit unseren Fans in Dortmund und weltweit steht im Zentrum unserer Anstrengungen und beruht auf Verständnis und Austausch.
  • Unser Wirtschaften ist geprägt von Weitblick, Fairness sowie einem verantwortungsvollen Produkt- und Serviceangebot und berücksichtigt die Chancen und Risiken der Digitalisierung.
  • Wir nutzen unsere Strahlkraft, um gesellschaftliches Gelingen durch soziales Engagement, demokratische Bildung und gesundheitsbezogene Initiativen zu fördern.
  • Wir gestalten unsere Veranstaltungen, Produkte und Leistungen umweltfreundlich, klimaschützend und ressourcenschonend.

 

Zieldefinitionen und Beiträge zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Auf dieser Grundlage arbeiten wir interdisziplinär und abteilungsübergreifend daran, quantifizierbare Ziele für unsere wesentlichen Themen mit dazugehörenden Maßnahmen zu entwickeln und im Rahmen unserer sieben Arbeitsschwerpunkten umzusetzen. Die Verknüpfung der sieben Arbeitsschwerpunkte mit den in der Agenda 2030 vereinbarten Zielen der Vereinten Nationen zur Nachhaltigen Entwicklung, den „Sustainable Development Goals“ (SDGs), sehen wir als den logischen nächsten Schritt zur Weiterentwicklung des BVB. Jedem Arbeitsschwerpunkt wurden die drei SDGs zugeordnet, zu denen wir auf unterschiedlichen Ebenen unserer Einschätzung nach jeweils die größten Zielbeiträge leisten.

Teilnahme am UN Global Compact

Als erster Bundesligist und zweiter Europäischer Fußballklub überhaupt hat der BVB den Global Compact der Vereinten Nationen unterzeichnet. Der UN Global Compact (UNGC) ist die freiwillige Wirtschaftsinitiative der Vereinten Nationen für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit seinem Beitritt erklärt der BVB, seine Strategie und seine Tätigkeiten an universellen Prinzipien auszurichten und zur Umsetzung der SDGs beizutragen. Die zehn Prinzipien des UNGC umfassen die Einhaltung der Menschenrechte und der internationalen Arbeitsnormen, den Umweltschutz und die Korruptionsbekämpfung.

2. Kontinuierlicher Dialog mit unseren Anspruchsgruppen.

Unseren strukturierten Dialog mit unseren Anspruchsgruppen bauen wir weiter aus. Nach vier Jahren war im Herbst 2020/Frühjahr 2021 die Aktualisierung der Wesentlichkeitsanalyse geplant. Diese wurde aufgrund der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie aufgeschoben. Wichtige Impulse dazu erhoffen wir uns sowohl von unseren Partnern in der Lieferkette als auch von unseren langjährigen Sponsoren. Hierzu ist für das Frühjahr 2022 ein Sponsoren-Dialog geplant.

3. Maßnahmen in sieben Arbeitsschwerpunkten.

Da die spezifischen Umwelthemen BVB-übergreifend stark an Bedeutung zugenommen haben, wurde dafür ein eigener Arbeitsschwerpunkt aufgesetzt. Die sieben Arbeitsschwerpunkte werden auch zukünftig von zentraler Bedeutung für Borussia Dortmund sein, um gesetzte Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Im Kapitel „Gemeinsam verantwortlich handeln“ werden sie mit den entsprechenden wesentlichen Themen und deren Managementansätzen inklusive der ergriffenen Maßnahmen in der Saison 2020/2021 übersichtlich dargestellt.
 

Unsere Matchwinner

Für die nachhaltige Entwicklung des BVB haben wir fünf Matchwinner als langfristige, übergreifende Projekte angestoßen:

  • Stadion und Immobilien: Nachhaltiges Entwickeln und Betreiben
  • Faire und enkeltaugliche Fanartikel
  • Förderung des Zugangs zu Bildung
  • Mobilität: An- und Abreise der Fans, Mannschaft, Mitarbeiter*innen
  • Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement

So betrifft die nachhaltige Entwicklung unseres Stadions die Arbeitsschwerpunkte „Immer mittendrin“ und „Immer an die Umwelt denken“, ist aber auch mit der Mobilität und dem Veranstaltungsmanagement verknüpft. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurden Maßnahmen zum Thema „Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement“ temporär ausgesetzt.

 

4. Echte Kommunikation mit unseren Mitarbeiter*innen, Fans und Stakeholdern

Der interne wie externe Austausch mit unseren Stakeholdern hat trotz coronabedingten Einschränkungen weiterhin umfangreich stattgefunden. Insbesondere mit unseren verschiedenen Fangruppen haben wir einen intensiven Dialog gepflegt und mit der Ruhruniversität Bochum (RUB) eine repräsentative Studie über relevante Veränderungen der Einstellungen der Fans des BVB gegenüber ihrem Klub durchgeführt. Die Lieferantenbeziehungen wurden durch die gemeinsame Krisenerfahrung besonders aktiviert. Der jährliche Nachhaltigkeitsbericht und die lebendige Online-Präsenz zu Nachhaltigkeitsthemen mit vielfältigen unterjährigen Beiträgen dokumentieren die zunehmende Verankerung der Nachhaltigkeitsaspekte in unserem Handeln im Alltag.

„Es gibt nur einen Planeten, auf dem wir Fußball spielen können.“

So fasste Hans-Joachim Watzke die Relevanz des nachhaltigen Handels zusammen.

Evaluierung

Die in diesen Bericht beschriebenen Managementansätze zu den wesentlichen Themen werden regelmäßig evaluiert und angepasst bzw. fortgeschrieben. Durch die zunehmende Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen und die Erhebung der jeweiligen Leistungsindikatoren entsteht so ein System der kontinuierlichen Verbesserung mit laufender Rückkopplung auch mit unseren Stakeholdern. Das versetzt uns in die Lage, unsere Leistungen im Vergleich zu den gesetzten Zielen transparent zu kommunizieren, einschließlich der gemachten Fortschritte und möglichen Defizite.

Damit haben wir für uns die Rahmenbedingungen gesetzt, um erfolgreich die sich aus der Auseinandersetzung mit den für uns wesentlichen Themen ergebenden Chancen wahrzunehmen und entsprechende Risiken frühzeitig zu erkennen – ein wichtiger Schritt auf unserem Weg. Darüber hinaus versetzt uns der regelmäßige Abgleich auch mit externen Gruppen wie der DFL, Fan-Netzwerken, NGOs und der weiteren Öffentlichkeit in die Lage, unseren eingeschlagenen Weg auch unterjährig zu reflektieren und bei Bedarf anzupassen.

 

Chartas und Verbände

Hans-Joachim Watzke vertritt seit September 2019 auf europäischer Verbandsebene die Interessen der Bundesligisten. Er wurde als Vorstandsmitglied in die European Club Association (ECA) gewählt. Dr. Christian Hockenjos ist Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigung deutscher Stadionbetreiber (VdS). Der VdS ist ein Zusammenschluss aller Betreiber von Großveranstaltungsstätten, die für Internationale Sportveranstaltungen wie insbesondere Fußballspiele, Konzerte und ähnliche Großevents zugelassen sind.
 

Mitgliedschaft in folgenden Verbänden:

  • DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL)
  • Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB)
  • Union of European Football Association (UEFA)
  • Fédération Internationale de Football Association (FIFA)
  • Westdeutscher Fußballverband e.V. (WDFV)
  • Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V. (FLVW)
  • European Club Association (ECA)
  • Vereinigung deutscher Stadionbetreiber (VdS)

 

Förderung folgender Chartas und Initiativen:

  • Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC)
  • Bundesverband Deutscher Stiftungen (Stiftung „leuchte auf“)
  • Business Social Compliance Initiative (BSCI)
  • Initiativkreis Ruhr e.V.
  • „Bewusst wie e.V.“ – Unternehmensverbund für gesellschaftliche Verantwortung

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Aktuelles aus unseren 7 Arbeitsschwerpunkten