ZU WISSEN,

WOFÜR

Wandel beim BVB!

„Als wir Mitte der Achtziger 60 Fanclubs hatten, haben wir zum ersten Mal eine Liste erstellt. Vorher kannten ich und meine vier  Kolleg*innen, aus denen die alte Geschäftsstelle unter der Nordtribüne bestand, alle auswendig.“ Wenn Petra Stüker über den BVB und die Veränderungen für die Mitarbeiter*innen berichtet, geht es zunächst um Fanbeziehungen. Klar, das ist ihre Heimat, sie ist eine Ikone für BVB-Fans. Niemand könnte die Veränderungen des BVB über die Jahre wohl treffender beschreiben als sie.

Jeden Tag intensiver Fankontakt – das hört sich super an! „Ist es auch. Wir gehen als Mitarbeiter*innen der Abteilung Fanangelegenheiten zu den vielen Jubiläen oder zu besonderen Projekten der mittlerweile über 950 Fanclubs. Der Kontakt zu den Fans ist dem BVB besonders wichtig. Zehn Fanbeauftragte in Vollzeit! Alles ist größer geworden und Fanarbeit ist bereits seit ein paar Jahren Lizenzvoraussetzung für jeden Klub.“

Der Wandel wird aber auch an anderen Stellen deutlich. „Wir werden fair bezahlt und haben einen sicheren Arbeitsplatz. Corona hat uns allen gezeigt: Wir dürfen glücklich sein, ohne Kurzarbeit durch eine schwere Zeit zu kommen. Das war früher auch mal anders.“

Geblieben sind die vielen Stunden um den Spieltag. „Seit Kurzem gibt es eine Betriebsvereinbarung, die unter anderem auch die besondere Situation an langen Spieltagen regelt. Das wird helfen, Überlastung zu vermeiden.“ Petra, selbst langjährige Betriebsrätin, freut sich: „Schulungen werden vom Vorstand sehr begrüßt, der BVB fördert Qualifizierung – auch eine Kulturveränderung.“ Also alles super? „Der Umgang aller Mitarbeiter*innen mit Problemthemen könnte noch verbessert werden. Im Bekanntenkreis musst du, oft ungewollt, zu vielem Stellung beziehen.“

Mit dem Erfolg der letzten Jahre hat sich auch die Stimmung verändert. „Es gab Zeiten, da hat sich außer in Dortmund fast niemand für den BVB interessiert. Bundesliga-Niemandsland. Das drückte auf die Stimmung, man fühlte sich belanglos. Heute wissen wir alle, wofür wir Vollgas geben.“