SOLIDARITÄT & HILFE

VOM BÜNDNIS SÜDTRIBÜNE

Schmackes, Süd und Selbstverständnis.

 
Wenn die Welt fast aus der Kurve fliegt, dann steht die Süd. Im Bündnis Südtribüne aus Fanclubs, Ultras und regelmäßigen Auswärtsfahrern sind die Treuesten des BVB organisiert. In Dortmund sind das Tausende.
 
Nachdem wegen „Corona“ Undenkbares wie Geisterspiele, Derbyabsage und Ligaunterbrechung innerhalb einer Woche Realität waren, zeigt das Bündnis, was in ihm steckt: Solidarität, Engagement und Menschlichkeit als Selbstverständnis. Für Dortmund und den BVB. Denn „Risikogruppen“ haben hier Namen und sind schon immer dabei oder wohnen nebenan. Die brauchen gerade Hilfe.
 
Wie man hilft? Einkaufen und Erledigungen machen für die, die jetzt besser zuhause bleiben. Und das geht so: Whatsapp-Gruppe mit Freiwilligen gründen, 80-90 fitte Einkäufer*innen im Nu zusammentrommeln – meist Schüler, Studenten oder auch schon Kurzarbeiter. Handynummer online, über Presse und im Netzwerk zehntausendfach verbreiten. Schichtenplan einrichten und täglich von 11-17:00 Uhr erreichbar sein, auch am Wochenende. Abrechnung der ausgelieferten Sachen möglichst kontaktlos über Paypal oder Überweisung. Die ersten Treffen finden noch im „Schmackes“ statt, wo es für Helfer gratis Verpflegung gibt. Ehrensache. Das geht dann bald auch nicht mehr – locker bleiben und einfach weitermachen!
 
Ein Klacks? So hört sich das jedenfalls bei Oliver Ricken an, einem der verantwortlichen Köpfe im Bündnis. Organisation ist Alltag: sonst Choreos, Stimmung und Interessenaustausch, jetzt halt praktische Hilfe in Dortmund. Täglich klingelt aktuell rund 10 Mal das Telefon, Tendenz steigend. „Das haben wir im Griff. Wenn es nicht viel mehr wird, läuft das ohne Stress.“ Frage: „Wie lange haltet ihr das durch?“ „Wie lange? So lange es sein muss. Das Bündnis Südtribüne hat einen langen Atem!“